M4A2 76mm "Wet" Sherman, Italeri, 1:35


| Muster: | M4A2 76mm "Wet" Sherman |
| Hersteller: | Italeri |
| Maßstab: | 1:35 |
| Erscheinungsdatum: | Januar 2010 |
| Autor: | Michael |
Fazit Kurzform
Ein alter Bekannter in neuem Gewand. Wiederauflage des Italeri-Kit mit Decals ausschließlich für Sowjetpanzer.
Original/Geschichte
Im Zuge des Lend-Lease-Vertrages erhielt die Sowjetunion ab 1941 Züge, Flugzeuge und Waffen um gegen die Deutschen und deren Verbündete kämpfen zu können. Der Sherman M4A2, der mit einem Dieselmotor ausgestattet war und von der U.S. Army abgelehnt wurde, da man ansonsten Fahrzeuge mit Benzinmotor verwendete, eignete sich hervorragend für die russische Armee. Hier verwendete man u.a. den T-34, der ebenfalls mit Dieselkraftstoff betrieben wurde. Auf Grund von befürchteten Versorgungsengpässen und der Problematik zwei unterschiedliche Kraftstoffe zu transportieren, zu lagern und auszugeben, wollte man in den jeweiligen Armeen nur eine Art von Verbrennungsmotor. Interessant ist in diesem Zusammenhang, das die Marines den M4A2 ebenfalls bevorzugten, da Schiffe und Landungsboote auch mit Diesel betrieben wurden. Zwischen 1942 und 1944 wurden mehr als 4000 Einheiten ausgeliefert. Seit Februar 1944 wurden sie mit 76mm-Kanone und sogenannter "Wet Stowage"-Munition ausgerüstet. Dies bezeichnet die Anbringung von Wasserbehältern an den Stauräumen für die Munition, um die Brand- und Explosionsgefahr nach einem Treffer herabzusetzen. Da der Sherman hierfür besonders anfällig war, erhielt er von seinen Besatzungen den Spitznamen einer Feuerzeugmarke "Ronson".
Bausatz
Die Basis dieser "Neuheit" ist der grundsolide Italeri-Kit. Die wesentlichen Änderungen, um der A2-Version Rechnung zu tragen sind daher die Motorraumabdeckung und die Rückwand der Unterwanne.
Das Laufwerk
besteht aus den sechs "Rollenwagen", Antriebs- und Spannrad. Alle Räder können beweglich gebaut werden, was die Bemalung erleichtert.
Die Wanne
Die Unterwanne wird im wesentlichen nur um die Getriebeglocke vorn und um die Rückwand ergänzt. Passende Distanzstücke, um die Lücken zur Oberwanne der A2-Version zu schließen, liegen ebenfalls bei. Die Oberwanne besteht aus einem Stück. Hier werden die Details wie Hebeösen, Werkzeuge, Lampen, etc. angebracht. Die Lampengitter sind, wie bei Modellen diesen Alters üblich keine PE-Teile.
Der Turm
Sehr schön ist hier die Wiedergabe der Kanone im Panzerinnern. Zwar ist sie eher vereinfacht wiedergegeben aber immerhin blickt man durch geöffnete Luken nicht ganz ins Leere. Um der Gussoptik des Turmes Rechnung zu tragen, sollte man hier allerdings etwas nacharbeiten und eine der zahlreichen Methoden, um Gussstruktur darzustellen nutzen.
Die Ketten
Leider liegen die Ketten als Vinylketten bei, die nach alter Väter Sitte mit einem heißen Schraubenzieher verschweißt werden. Hier sollte man entweder ersetzen oder den Kettendurchhang mittels Stahlstifte in der Unterwanne oder mit Sekundenkleber an den Stützrollen darstellen.
Die Decals
Es liegen Decals für vier sowjetische Versionen bei:
-eine für eine unbekannte Einheit in Österreich
-eine für eine unbekannte Einheit in Polen
-zwei für unbekannte Einheiten in Deutschland
Fazit
Die Idee einen altbewährten Bausatz mit neuen Decals ins Rennen zu schicken ist zwar nicht neu aber Italeri hat hierbei meines Erachtens ins Schwarze getroffen, da es sich um bisher eher stiefmütterlich behandelte Versionen handelt. Dabei wurden mit 2000 Stück dieses speziellen Shermans nicht gerade wenig produziert. Hier also einmal mehr die Möglichkeit einen nicht ganz alltäglichen Sherman auf die Ketten zu stellen.









