A 380 Lufthansa Revell 144

Galerie

Bild: A 380 LH Revell 144 Alt Neu Bild: A 380 LH Revell 144 Alle Teile Bild: A 380 LH Revell 144 Cockpit Teile
Bild: A 380 LH Revell 144 Cockpit eingebaut Bild: A 380 LH Revell 144 Decals Bild: A 380 LH Revell 144 Vergleich andere LH Flugzeuge
Bild: A380Nazca Decal update Bild: A380LH Start LEJ 10.06.2010 Bild: A380LH Start FRA2 04.06.2010
Bild: A380LH Start FRA 04.06.2010
Muster:Airbus A380-800 "Lufthansa"
Hersteller:Revell
Maßstab:1:144
Erscheinungsdatum:2010
Autor:Ernst Kögel

Fazit Kurzform

Revells „A380-800 Lufthansa“ ist natürlich die Wiederauflage des  Modells von 2002, das immer noch empfehlenswert und ohne Alternative ist. Neu ist das hervorragende Lufthansa Abziehbild. Wegen seiner Größe und der etwas komplizierten Fahrwerkskonstruktion würde ich Revells A 380 nicht gerade Anfängern empfehlen, wer nur ein wenig Erfahrung hat sollte mit dem Kit zu Recht kommen.

 

Original/Geschichte

Der A 380 ist das Flaggschifff der europäischen Luft- und Raumfahrtindustrie und das zur Zeit größte Passagierflugzeug der Welt. Das neue Flugzeug sollte maximal bis zu 840, in typischer 3-Klassen Bestuhlung 555 Passagiere auf zwei Decks über eine Distanz von 14 800 Km befördern können, wobei die Betriebskosten, Schadstoff- und Lärmausstoß deutlich unter denen der herkömmlichen Airliner liegen sollten.

Am 18.1.2005 fand der feierliche Roll Out des ersten zur Flugerprobung vorgesehenen A 380 statt. Bereits der Erstflug mußte wegen verschiedener Probleme mehrfach verschoben werden. Am 27.4.2005 konnte das neue Flugzeug endlich starten. Fanden die ersten Flüge nur mit Testequipment, die Nutzlast wurde mit Wassertanks simuliert, statt, so wurden im September 2006 erste Testflüge mit Passagieren durchgeführt. Die für eine Zulassung entscheidenden Evakuierungs-Tests hatten bereits im März 2006 stattgefunden: 853 Passagiere verließen den A 380 in 78 Sekunden über Notrutschen. Vielen Frankfurtern sind sicher noch die Tests auf dem Rhein-Main Flughafen im Oktober 2005 und März 2007 in Erinnerung , bei denen das Flugzeug auf seine Alltagstauglichkeit und FRA auf seine A 380Tauglichkeit getestet wurde.

Während die Tests erfolgreich verliefen und das Flugzeug von Crews und Passagieren gelobt wurde, kam es bei der Serienproduktion zu großen Schwierigkeiten und Verzögerungen, die  Airbus in eine tiefe Krise stürzten. Die Verzögerung bei der Auslieferung führte zur Einstellung der Arbeiten an der Frachtversion, da Fedex seine Bestellungen für die A380 F stornierte. Angesichts der aktuellen Krise im Weltluftverkehr kamen diese Verspätungen einigen Airlines nicht ungelegen. Einige Kunden baten sogar um eine Streckung der Lieferpläne. Auch erhielten Airlines und Flughäfen zusätzliche Zeit, sich auf den A380 vorzubereiten. Die neue A380 Wartungshalle der Lufthansa im Südwesten des Frankfurter  Flughafens ist bereits in Betrieb.

Statt im Juni 2006 konnte die erste Serienmaschine erst am 15. Oktober 2007 an den Erstkunden Singapore Airlines ausgeliefert werden. Inzwischen fliegen A380 außer bei Singapore Airlines für Qantas, Emirates und Air France zuverlässig im Liniendienst.

Als der A380 im April 2010 wieder zu Tests in Frankfurt weilte, war der Anblick des Riesen auf anderen europäischen Flughäfen bereits Routine: London Heathrow, Paris und Zürich werden bereits von Singapore Airlines, Emirates, Qantas oder Air France mit A380 bedient.

Auch die Deutsche Lufthansa mußte die Lieferdaten ihrer 15 A380 immer wieder nach hinten korrigieren. Am 6.Oktober 2009 flog der erste LH A 380 in Tolouse, um dann in Hamburg die Innenausstattung und den endgültigen  Anstrich zu erhalten. In Finkenwerder werden derzeit die ersten 4 Flugzeuge für LH ausgerüstet. Der erste LH A 380 (Prod. Nr.38 D-AIMA), der den Namen „Frankfurt am Main“ tragen wird, soll am 10. Mai 2010 an LH übergeben werden und am 19.Mai auf seiner künftigen Home Base  Frankfurt landen. Nach einer  Test- und Erprobungsphase, bei der möglichst viele künftige A 380 Piloten (120 Piloten werden für die Beredung der ersten vier A 380 benötigt)  ihr Type-Rating erwerben sollen, wird das neue Flaggschiff die deutsche Fußballnationalmannschaft  zur WM nach Südafrika fliegen. Die ersten Linienziele, die LH mit dem A 380 anfliegen wird, sind noch in der Diskussion. Aktuelle Infos gibt es unter  http://a380.lufthansa.com

Weitere Fotos auch auf unserer Walk Around Seite.

 

 

Bausatz

Jetzt da das Original in Hamburg für den Liniendienst bei Lufthansa vorbereitet wird, kommt auch Revells  Lufthansa A 380 in 1:144 auf den Markt. Beim A380 „Lufthansa“ greift Revell auf seinen bewährten Bausatz zurück, dessen Form  2002 angefertigt wurde und der im Januar 2003 auf den Markt kam,  als das Original  noch gar nicht geflogen war. Bis auf Kleinigkeiten gibt er den großen Airbus immer noch gut wieder. Es gibt auch keine Alternative in 1:144. Die Cockpitverglasung und die Landescheinwerfer wurden von Airbus etwa geringfügig verändert. Die 163 Teile sind fein graviert und gratfrei abgespritzt. Aber vor allem beeindruckt die Größe des fertigen Modells. Alternativen für Rolls Royce und Engine Alliance Triebwerke liegen bei, zu den Decals passen aber nur die RR Trent Jets mit denen die LH A 380 ausgerüstet sind. Das Fahrwerk ist sehr filigran und zerbrechlich ausgeführt. Außerdem muß es vor dem Verkleben des Rumpfes eingebaut werden, was natürlich zusätzlich Bruchgefahr bedeutet. Die Fahrwerksklappen sind für den eingezogenen Zustand optimiert und müssen erst zerschnitten werden. Die Cockpitsektion aus 2 Teilen, Boden mit anmodelliertem Instrumentenbrett und 3 Sitzen und die Rückwand ist für einen Bausatz im Maßstab 1:144 vorbildlich. Die Passagierkabine ist leer. Wer das Revell Modell mit Innenausstattung besitzt, kann dessen Decks und Spanten auch als Schnittmuster verwenden, um das Modell zu verfeinern und  zu verstärken , oder bei geöffneten Türen Segmente der Inneneinrichtung zu zeigen.  Es wirkt bei verglasten Fenstern besser, wenn man eine Trennung zwischen Ober- und Unterdeck einbaut. Wer lieber Fensterdecals benutzt kann sich diesen Aufwand natürlich sparen. Fensterdecals liegen im Übrigen bei.

Während das Cockpit verglast ist, müssen die Kabinenfenster mit Kristal Clear oder Clear Fix verschlossen werden.

 Bei der Tragflächenmontage sollte es zu keinen Problemen kommen. Lediglich die Landeklappenschienen müssen in der von der Bauanleitung vorgegebenen Reihenfolge zusammengefügt und an die Flächen geklebt werden.

 Auch bei den Triebwerken empfiehlt es sich, genau der Bauanleitung zu folgen, um nicht Teile von Rolls Royce und GP Jets durcheinanderzubringen. Sie haben die gleichen Außenabmessungen, unterscheiden sich durch unterschiedliche Fans(RR=Teil 143) und Abgaskegel (RR=Teil144). Besonders erwähnen möchte ich, daß Revell den äußeren Ring des Lufteinlaufes mit der Innen-Verkleidung vor dem Fan in einem Stück gegossen hat. Verspachteln und Verschleifen in diesem Bereich entfällt. Außerdem garantiert dies eine runde Form der Front der Triebwerke.

Wegen der guten Passgenauigkeit kann man den Flieger vor der Montage der Triebwerke lackieren: Trotz aller Spekulationen bleibt Lufthansa auch beim A 380 ihrem Farbschema treu: Den Rumpf weiß bis zu einer Linie, die an den Tragflächen verläuft und ebenso die Tragflächenoberseiten und die Höhenleitwerke, der untere Rumpf, Triebwerke samt Pylone und die Tragflächenunterseite grau. Die Vorderkanten der Tragflächen und Leitwerke sind alu, ebenso die Vorderkanten der Triebwerke. Da die Kraniche fürs Heck nur in Gelb beiliegen, muß das Seitenleitwerk LH-Blau gestrichen werden. Alle Farbangaben beziehen sich auf  Revellfarben, deshalb müssen wieder einige Töne gemischt werden.

Der große Decal-Bogen wurde von Daco entworfen und hat die hervorragende  Qualität, die man inzwischen von Revell gewohnt ist. Neben den Lufthansa –Beschriftungen und Kranichen, Star Alliance- Emblemen, sowie Kennungen für 8  Flugzeuge enthält er Fenster, Türmarkierungen, Walkways, Triebwerksmarkierungen und Wartungshinweise. Auch die Spiralen für die Fan-Spinner liegen bei. Taufnamen der einzelnen Flugzeuge fehlen noch, da Lufthansa daraus lange ein Geheimnis machte. Bis jetzt sind erst 2 bekannt: „Frankfurt am Main“ (D-AIMA), der am 19. Mai 2010 von Frankfurts OB Petra Roth getauft werden soll, und „München“ (D-AIMB).

Nachtrag: Inzwischen ist der große Airbus in FRA eingetroffen. Bei der Lackierung gab es keine Überraschungen, was ja schon vorher bekannt war. Dem Revell Decal fehlt aber außer dem Taufnamen der Schriftzug lufthansa.com, der auf alle LH Flieger aufgebracht werden soll. Außerdem sind neben den Türen auf der Einstiegsseite( in Flugrichtung links) kleine WM-Sticker angebracht. Diese fehlenden Beschriftungen und Zeichen liefert uns Nazca jetzt auf einem Ergänzungsdecal nach. Es kann für 8€ bei www.nazca-decals.com bezogen werden

 


Fazit

Revells „A380-800 Lufthansa“ ist die Wiederauflage des  Modells von 2002, das immer noch empfehlenswert ist. Neu ist das hervorragende Lufthansa Abziehbild. Wegen seiner Größe und der etwas komplizierten Fahrwerkskonstruktion würde ich Revells A 380 nicht gerade Anfängern empfehlen. wer nur ein wenig Erfahrung hat sollte mit dem Kit zu Recht kommen.

Wie üblich ist auch das Preis/Leistungs – Verhältnis absolut in Ordnung.