Battle of Britain Modell-Set, Revell 1/72

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Bild: Battle of Britain Modell-Set He 111 Teile 01 Bild: Battle of Britain Modell-Set Teile Bild: Battle of Britain Modell-Set Decals
Muster:Battle of Britain Modell-Set
Hersteller:Revell
Maßstab:1/72
Erscheinungsdatum:Juni 2010
Autor:Rhino

Fazit Kurzform

Modellbau-Set mit Farben, Kleber, Pinsel und Bausätzen aus sehr alten Formen von Revell.

Original/Geschichte

Die legendäre Luftschlacht um England stellt einen markanten Wendepunkt in den Expansionsbestrebungen Deutschlands während des 2. Weltkrieges dar. Zur Vorbereitung der Invasion startete die deutsche Luftwaffe in den Sommermonaten 1940 massive Angriffe auf britische Städte und Royal Air Force Flugplätze. Im einsamen Verteidigungskampf standen dem gegenüber nur 700 Spitfires und Hurricanes, die von jungen, unerfahrenen Piloten gesteuert wurden. Das Jägerkommando der RAF besaß am 1. Juli 1940 weniger Jagdflugzeuge und Piloten als die Luftwaffe. Bis September 1940 waren deshalb meist kleine Kampfverbände der Luftverteidigung eingesetzt worden, um stets genügend Reserven zu besitzen. Bereits bei den Angriffen auf englische Schiffe und Hafenstädte verlor die Luftwaffe bis Anfang August über 300 Flugzeuge. Die Erringung der Luftherrschaft über dem südlichen britischen Luftraum galt aber als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Invasion. Die Führung der Luftwaffe war überzeugt davon, dass die Jagdverteidigung der RAF durch Abnutzungskämpfe zerstört werden konnte. Man wollte die Jagdstaffeln der RAF zum Kampf zwingen und vernichten. Seit 1937 waren entlang der britischen Küste Radarstationen aufgestellt worden. Damit konnten anfliegende deutsche Bomberformationen frühzeitig festgestellt werden. Über Sprechfunk wurden die Jäger an den Feind herangeführt. Die Luftwaffenführung unterschätzte die Effektivität dieses Systems. Der "Adlertag", am 13. August 1940 war der Beginn einer Reihe von Großangriffen gegen Einrichtungen der RAF, küstennahe Radarstationen und Stützpunkte der Royal Navy. Ab dem 7. September verlagerte sich der Schwerpunkt der Bombenangriffe aufden Raum London, überwiegend von der He 111 und der Ju 87 ausgeführt. Erstmals trafen zahlenmäßig starke Verbände britischer Jäger auf die Angreifer. Nach dem 29. Oktober wurden die Großangriffe mit Bombern gegen London auf die Nacht verlegt. Die letzte Phase dauerte bis zum Mai 1941, in der Nachtangriffe gegen Ziele in ganz England geflogen wurden. Die Nachtangriffe auf Coventry im November und am 8. April 1941 waren die bis dahin schwersten Bombenangriffe des Krieges. Durch die Luftangriffe starben 27.450 Zivilisten. Das Fighter Command der RAF verlor bis Ende Oktober 544 Piloten und 1.547 Flugzeuge. Bis zum Mai 1941 waren die Verluste der Luftwaffe auf mehr als 4600 Mann und 2.200 zerstörte Flugzeuge angestiegen. Der Versuch eines strategischen Luftkrieges mit unzureichenden Mitteln war gescheitert. Die "Hurricane" und "Spitfire" des Fighter Command konnten sich erfolgreich gegen die Angriffe der deutschen Luftwaffe zur Wehr setzen.


                                                                       [ Quelle: Revell 2010 ]

 

Bausatz

Das Modellbau-Set der Luftschlacht um England von Revell besteht aus vier Bausätzen, fünf Farben und einer kleinen Flasche Klebstoff und einem Pinsel. Die Bausätze sind einmal die Heinkel  He111 H-3, eine Spitfire Mk.1, eine Hurricane Mk.1 und eine Junkers Ju-87B Stuka.  Die Heinkel He 111 besteht aus ca.85 Teilen, die Spitfire hat 29 Teile, die Hurricane 19 Teile und die Ju-87 Stuka 56 Teile. Mit den gut und sauber gedruckten Decals könne die Maschinen jeweils eine Markierung aus der Zeit der Luftschlacht um England Sommer 1940 erhalten.

Fazit

Wie soll man so ein Set bewerten, die Bausatzformen stammen aus der Anfangszeit des Plastikmodellbaus und können heutigen Ansprüchen bei weitem nicht gerecht werden. Von Detaillierung oder Originalgetreue kann hier auch keine Rede sein, es gibt es einfach nicht. Wer schon verschiedene Bausätze von Revell aus den 2000er Jahren hat und sich auf eine Zusammenfassung dieser gefreut hat, wird hier wohl bitter enttäuscht sein. Die Packung ist das Beste an dem ganzen Set, aber das kann wohl für einen Modellbauer kein Kaufanreiz sein. Schade das Revell auf so überholte Formen zurückgegriffen hat, wo doch in letzter Zeit eine ganze Reihe Hervorragender Bausätze, die sich vor keinem Konkurrenten verstecken brauchen, entwickelt wurden. Für Revell und Bausatzsammler ist dieses Set interessant aber wer es wirklich bauen will, wird wohl auf andere Bausätze zurückgreifen.