F-100C, F-100D Super Sabre, Trumpeter

Galerie

Bild: F-100C Super Sabre Teile 01 Bild: F-100C Super Sabre Teile 02 Bild: F-100C Super Sabre Teile 03
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Bild: F-100C Super Sabre Teile 07 Bild: F-100C Super Sabre Decals Bild: F-100C Super Sabre Bemalung 01
Bild: F-100C Super Sabre Bemalung 02 Bild: F-100C Super Sabre Bauanleitung 01 Bild: F-100C Super Sabre Bauanleitung 02
Bild: F-100 D Bemalung 02 Bild: F-100 D Bemalung 01 Bild: F-100 D Decals
Bild: F-100 D neuer Rumpf
Muster:F-100C, F-100D Super Sabre
Hersteller:Trumpeter
Maßstab:1/72
Erscheinungsdatum:Dezember 2009, Juni 2010
Autor:Rhino

Fazit Kurzform

Endlich ein Zeitgemäßer Bausatz einer F-100C in 1/72 von Trumpeter  zu einem angemessenen Preis.

 

Und nun auch die am meisten gebaute Variante F-100D mit neuen Rumpfteilen für das vergrößerte Leitwerk und sehr guten Decals.

Original/Geschichte

Mit der Bezeichnung Sabre 45 begann North American 1945 in Eigeninitiative mit der Entwicklung einer Überschallversion der erfolgreichen F-86 Sabre. Der Name bezog sich auf die Tragflügelwinkel von 45°. Das Programm warf mehr Probleme auf als erwartet, doch schon bald bewies die Maschine, vor allem in Vietnam, dass sich die Mühe gelohnt hatte. Eine ganze Generation von Flugzeugführern spricht mit Hochachtung von der F-100, obwohl sie sehr viele problematische Eigenschaften hatte, darunter ein Landeflugverhalten, das ein Pilot mit 2000 Flugstunden als ,,kontrollierten Absturz‘‘ beschrieb. Zu ihren Stärken zählten die gefügige Steuerung, eine robuste Zelle und zuverlässige Systeme. Die Super Sabre war das neueste Produkt der Firma North American  die auch schon die P-51 Mustang und F-86 Sabre gebaut hatte. Die Bemühungen,  eine Überschall fähige Super Sabre zu bauen  waren an ihrem Tragflügel- und Antriebskonzept gescheitert. Das Triebwerksproblem wurde mit dem Pratt&Whitney JT3 (J57) gelöst und mit Einverständnis der USAF eine neue Maschine entwickelt. Nach dem Erstflug 1953 ging die Super Sabre für die USAF als Tagjäger F-100A in die Produktion. Ein tödlicher Unfall infolge von Steuerungsproblemen führte zunächst zu einem Startverbot. Abhilfe schufen eine höhere Heckflosse und längere Tragflügel. Ab 1954 wurde der Jagdbomber F-100C gebaut, dessen Produktionszahl zusammen mit dem besseren D-Modell 1750 erreicht. Von Mitte 1956 bis Mitte 1970 verlor man mehr als 500 F-100 durch Unfälle. Am 20. August 1955 stellte ein Oberst der USAF in einer F-100C mit 1323,03 km/h den ersten Rekord über Mach 1 auf. Die F-100C mit Luftbetankungsanlage überquerte als erste F-100 den Ozean.

 

[Quelle: Faszination Fliegen 1995] für weiter Informationen sei auf http://de.wikipedia.org/w/wiki.phtml?search=f-100+sabre verwiesen.

Bausatz

Der Bausatz besteht aus 164 Teilen die sich auf 6 Spritzrahmen plus zwei für die Kanzel und zwei separate Schleudersitze verteilen. Alles sauber und vorbildlich in Einzeltüten verpackt, auch beide Kanzelteile. Das Cockpit ist mit allem Nötigen versehen, leider sind für die Instrumente und Seitenkonsolen nur Decals vorgesehen. Ansonsten eine sehr ansprechende Detaillierung in diesem Bereich. Der Schleudersitz ist eher für eine F-100 D oder F geeignet sieht aber dennoch gut aus und die Unterschiede halten sich im Rahmen. Der Lufteinlauf ist in ganzer Länge wiedergegeben und auch das Triebwerk  sieht sehr gut aus. Der Nachbrenner ist in zwei Varianten beigelegt und auch als Option auf der Bauanleitung vermerkt aber für die F-100C passt das Teil F20 wohl eher. Die Tragflächen können mit abgesenkten Steuerflächen und ausgefahrenen Vorflügel gebaut werden. Die Fahrwerke mitsamt Schächten und Luftbremsen sind für diesen Maßstab schon als Hervorragend zu bezeichnen, da fehlt fast nichts nur die Räder sind nicht abgeflacht aber das ist wohl kein richtiges Problem. Was ich eine richtig gute Idee finde ist das das Pilotrohr am Bug sowohl in ausgefahrener Ausführung als auch in hochgeklappter vorhanden ist. Die Kanzel ist klar und weist kaum Verzug auf. Auch ist eine fein Detaillierte Einstiegsleiter vorhanden. Als Außenlasten sind zwei Zusatztanks und vier AIM-9 an Doppelträgern vorgesehen. Desweiteren liegen verschiedene Pylone mit hervorragend gestalteten Bombenschlössern bei die ich in so einer feinen Detaillierung bisher in diesem Maßstab noch nicht gesehen habe. Die Sauber und an manchen Stellen leider mit leichten Versatz gedruckten Decals lassen die Markierung von zwei Maschinen in Naturmetall mit sehr bunten Streifen zu, 1.  450th FDW Foster AFB, Texas 1956 und 2. 435th TFS George AFB, California 1957.

 

Für die F-100D Variante liegt nun ein neuer Spritzling für den Rumpf bei. Mit den sehr gut gedruckten Decals können zwei farbenfrohe Maschinen in Naturmetall gebaut werden: 1.F-100D, 48th TFW, 493rd TRS , USAFE Chaumont Frankreich, Mai 1959 und 2. eine F-100D der 338Th FBW.

 

 

 

Fazit

Der Bausatz der F-100C von Trumpeter setzt mal wieder  Maßstäbe in Detaillierung und Feinheit der Gravuren. Nur das im Cockpit keine erhabenen Instrumente sind trübt den Gesamteindruck etwas. Über die Formtreue des Modells sei gesagt das es geringe Abweichungen im Bereich des Höhenleitwerks gibt aber  jeder Vergleich ist nur so gut wie die Unterlagen die einem zur Verfügung stehen. Der Bug ist auf alle Fälle besser getroffen wie alle anderen erhältlichen Bausätze der F-100 in 1/72. Wobei bei denen keine brauchbare F-100C dabei ist. Aufgrund der Aufteilung der Bausatzteile und auch der Tatsache, dass zwei Schleudersitze dabei sind ist wohl mit weiteren Versionen zu rechnen. Auf alle Fälle heißt es hier für den Fan der USAF in 1/72, bei diesem Bausatz kann man nichts falsch machen, hier stimmt der Preis und der Gegenwert. Aufgrund der feinen Teile ist er aber eher dem fortgeschrittenen Modellbauer zu empfehlen.

Für die F-100D gilt das gleiche wie für die C, ein sehr guter Bausatz und auch die Änderungen wurden alle berücksichtigt, damit haben die älteren Bausätze von Ecsi, Hasegawa und Revell ihre Ablösung gefunden und können inm den wohlverdienten Ruhestand geschickt werden. Ich freue mich schon auf die F-100F.